Veranstaltungen | 2. HALBJAHR 2020

September 2020

Ausstellung

von wegezumabschied – Hanno Ramrath
Vitrine in der Sparkasse Heidenoldendorf.

Thema: Grüne Linie – Nachhaltige Bestattungen

Termin: 01. September bis 30. September 2020
zu den Öffnungszeiten der Filiale

Tag des Friedhofs

»KULTUR UND GESCHICHTEN«

Beim kulturhistorischen Rundgang über den »Alten Friedhof« an der Blomberger Straße gibt es Geschichten zu erzählen und es werden verschiedene Bestattungsmöglichkeiten aufgezeigt

Cornelia Müller-Hisje und Hanno Ramrath

Termin: Sonntag, 20. September 2020
Uhrzeit:
16.00 Uhr

Treffpunkt: Friedhofseingang Alter Friedhof, Blomberger Straße

Kostenfrei – Anmeldung nicht erforderlich

Hinweise

Gedenkfeier mit anschließenden Urnenbeisetzungen (Ordnungsamtsbestattungen)

 

In Detmold sterben jährlich ca. 40-50 Menschen, die keine Angehörigen haben oder die es ablehnen, sich um die Bestattung zu kümmern. In solchen Fällen muss das Ordnungsamt für eine kostengünstige, meist anonyme Bestattung sorgen. Am Ende des Lebens bleibt somit eine einsame Bestattung der Urne ohne Trauerfeier. Diese Menschen sind unauffindbar für Freunde oder Nachbarn, denen sie am Herzen gelegen haben.

Wir, die Detmolder Ökumenische Initiative zu Ordnungsamtsbestattungen
haben uns zum Ziel gesetzt, diese Namenlosen vor dem Vergessen zu bewahren, am Ende des Lebens ihrer zu gedenken und sie zur letzten Ruhestätte zu begleiten. Weiterhin wollen wir die Öffentlichkeit in Detmold für das Thema „Ordnungsamtsbestattungen“ und den würdevollen Umgang mit den Verstorbenen sensibilisieren.

Die Gedenkfeiern mit anschließenden Urnenbestattungen erfolgen alle 4 Monate. Eine Traueranzeige in der Lippischen Landeszeitung wird auf die Termine hinweisen.

Nächste Termine der Gedenkfeier 2020:

Donnerstag, 05. November 2020 (im Freien / Treffen Kapelle)

jeweils um 14.00 Uhr

 

Nächste Termine der Gedenkfeier 2021:

Donnerstag, 18. Februar 2021
Donnerstag, 10. Juni 2021

jeweils um 14.00 Uhr

Ort: Kapelle auf dem Waldfriedhof Kupferberg, Plantagenweg in Detmold / Heidenoldendorf.

Anschließendes Kaffeetrinken im Institut St. Bonifatius auf dem Kupferberg.

Bisherige Veranstaltungen | seit 2008

(AUSWAHL)

Up-Leben – Licht und Schatten

Die Berliner Sängerin und Performerin Reinhild Kuhn singt Lieder über Licht
und Schatten – von Tod und ­Leben. Mit Leichtigkeit manövriert sie uns durch die Höhen und Tiefen des Lebens und ­Ablebens und findet die lichten, klaren Momente.

Zu diesem Anlass hat sie ihre musikalische Ahnenreihe herauf beschwört.
Die Toten Hosen, Leonard Cohen, Tom Waits, Abbey Lincoln und Leonard Bernstein. Sie alle haben über die kleinen und großen Fragen unserer endlichen Existenz gedichtet und komponiert. Und hier reihen sie sich zu einer Prozession, die nicht nur das Morbide sondern auch das Leben feiert.
Unmittelbar und charmant steuert sie von einem Lied zum anderen. Lieder über das Jenseits holen uns in das Hier und Jetzt. Begleitet wird sie von dem mexikanischen Gitarristen Eric Trejo. Gemeinsam interpretieren sie die Songs auf ihre eigene Art und Weise.

Tanznachmittag Tanzwege

Tanzwege durch die Trauer mit Maria Beineke-Koch – meditativer Tanznachmittag mit Liedern, Impulsen und Tänzen, die den je eigenen Weg des Abschiednehmens und Loslassens unterstützen können.
Im Tanz finden alle Gefühle von Schmerz, Verlust, Wut aber auch Dankbarkeit und Zuversicht    einen Platz und Ausdruck.

Eingeladen sind alle Interessierten, die für sich Ausdrucksformen suchen, um eigene Verlusterfahrungen zu bewältigen und mit neuer Kraft ihren Weg weitergehen wollen.

Im Diesseits und im Jenseits

 

Die Märchenreise “Im Diesseits und im Jenseits” oder “eine Ode an das Leben”.

Die Märchen und Sagen, Lieder und Gedichte und die Geigenklänge beschäftigen sich auf unterschiedlicher Art mit dem Leben und dessen Endlichkeit. Sie laden ein zum Nachdenken, Träumen und Schmunzeln.
(Projekt von Piotr Miloslawski und Margret Oetjen)

Einige Informationsstände, Wein und die angenehme Atmosphäre der WerkHalle des Bestattungsinstitutes wegezumabschied unterstreichen das.

Trauertattoo – Unsere Haut als Gefühlslandschaft

Ausstellung

Katrin Hartig, die seit Jahren die Selbsthilfegruppe „Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister e.V.“ leitet, machte eine bemerkenswerte Beobachtung: Menschen lassen sich in der Trauer tätowieren, insbesondere verstärkt seit Anfang der 1990er Jahre. Sogar Menschen, die vorher Tattoos verweigernd oder gar verachtend gegenüberstanden, veränderten ihre Position zu diesem im wahrsten Sinne unter die Haut gehenden Körperschmuck. Freilich ist die Entscheidung für ein Tattoo in einer Trauersituation genau zu bedenken, denn das Tattoo ist ein Statement für immer, die Trauer aber verändert sich. Sie verändert sich und sucht nach individuellem Ausdruck, denn Trauer will manchmal Stille suchen, manchmal aber auch gesehen werden.

Persönliche Zeugnisse
Allen in der Ausstellung vorgestellten Tattoos ist gemein, dass sehr persönlichen Geschichten hinter ihnen stecken. „Ich wollte etwas, was ich immer bei mir trage“, so begründet beispielsweise Gela ihre Entscheidung für ein Tattoo nach dem plötzlichen Tod ihres Sohnes. „Es ist die nach außen getragene Verbindung zu meiner Mama“, sagt die 23jährige Jennifer im Interview zu ihrer Motivation, ein solches Körperbild dauerhaft zu tragen. Das Tattoo kann Liebeserklärung und Brücke zum Verstorbenen sein, wie für den 51jährigen Jürgen: „Unsere Trauer hat uns ja auch dahin geführt, dass sich unsere Meinung über Tattoos komplett geändert hat“, sagt der um seine Tochter trauernde Vater.

Text: www.bestatter.de
Ausstellung: Katrin Hartig und Stefanie Oeft-Geffarth

„ und er hieß den Tod willkommen und ging mit ihm.”
– Internationale Märchen vom Sterben, Tod und Weiterleben

Mitten in der Passionszeit nimmt die Märchenerzählerin Simone Warken ihre Zuhörer*innen mit auf eine Reise in ein nicht ganz einfaches Thema. Sterben, Tod, Trauer und Weiterleben: in aller Welt werden Menschen mit diesem Thema konfrontiert und überall gehen sie unterschiedlich damit um. In Märchen spiegelt sich diese Umgangsweise und macht Mut, sich auch selbst immer wieder damit auseinanderzusetzen. Harfenmusik, Informationsstände, Wein und die angenehme Atmosphäre der “WerkHalle” des Bestattungsinstituts wegezumabschied unterstreichen das.

„Das Bestattungsmobil ist unterwegs“
Austausch über das Berufsbild eines Bestatters und die Frage: „Was passiert nach dem Tod?“ mit dem Berufkolleg Lüttfeld, Lemgo.

„Vom Baumgrab“ und „Wie die Asche in den Weltraum kommt“
Moderne Formen der Bestattung – Impulsreferat mit anschließendem Gespräch beim ÖKAH (Ökumenische Krankenhaus- und Altenheimhilfe), Detmold.

„Die letzte Reise“ – Vom Umgang mit unseren Toten
Gespräch und Erfahrungsaustausch mit Gruppen des Diakonischen / Freiwilliges Soziales Jahres, Detmold.

„Die Farben des Todes. –
Facetten der Vergänglichkeit in verschiedenen Kulturen“.

Eine Ausstellung mit Exponaten, Fotos und floralen Objekten sowie thematischen Begleitveranstaltungen.
Zur Frage nach den eigenen Wurzeln gehört auch das Nachdenken über unsere Vergänglichkeit. Das Projekt ermöglichte einen interessanten Blick über den Tellerrand. Die Bestattungskulturen u.a. in den Ländern der Partnerkirchen der Lippischen Landeskirche schärften den Blick für den eigenen Umgang mit Bestattung und Trauer.

Dies war eine Kooperationsveranstaltung mit dem Ökumene- und Bildungsreferat der Lippischen Landeskirche, der Ev.-ref. Kirchengemeinde Detmold Ost und Margita Poole, zauber des augenblicks.

Die Begleitveranstaltungen waren:

Eröffnung der Ausstellung „Die Farben des Todes“.
Ein Kurzreferat mit inhaltlichen Impulsen zu den Themen Vergänglichkeit, Bestattungskultur und Trauer führte an diesem Abend in die Ausstellung.

„Turne bis zur Urne“
Ein humorvoll-interaktives Theaterstück im Rahmen der Ausstellung vom Theater InteraktiWo aus Bremen. Außerdem gab es zum Thema einen Büchertisch von der Buchhandlung Abraxas.

„Ex und hopp?“ – Über den Wandel in der Trauer- und Bestattungskultur – Marktplatzgespräche
In der Podiumsdiskussion beleuchteten wir neue Entwicklungen in der Trauer- und Bestattungskultur. Mit Gästen aus diesem Bereich sowie aus dem Hospiz. Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Gitarrenduo „Bezaubernde Saiten“

Der „Garten der Frauen“ in Hamburg-Ohlsdorf – Tagesfahrt mit Führung.
Der Verein „Garten der Frauen“ sorgt für den Erhalt historischer Grabmäler und ermöglicht auch interessierten Frauen, die ihre letzte Ruhestätte gern inmitten von berühmten Frauen haben möchten, dort Gräber zu erwerben. Ein spannendes Projekt und eine gelungene Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Museum für Klosterkultur in Dalheim
– Tagesfahrt mit Führung.

Himmel, Hölle, Fegefeuer? – Der Weg zur Ewigkeit ist lang und oft beschwerlich. Mittelalter und Barock kennen regelrechte Anleitungen dafür, der ewigen Verdammnis zu entrinnen, in den Himmel zu gelangen und das eigene Seelenheil zu retten. Was das für die Menschen in den vergangenen sieben Jahrhunderten bedeutete und wie sie hofften, in den Himmel zu kommen, zeigte die Sonderausstellung „Gut vorbereitet? Die Kunst des rechten Sterbens“ im LWL – Landesmuseum für Klosterkultur.