Veranstaltungen | 1.+2. Halbjahr 2019

April

„Den Tod muss man leben.“
Mit überraschender Leichtigkeit erzählt die Bestatterin Angela Fournes vom Ende des Lebens. Sie ist überzeugt, dass die Verbindung zu anderen Menschen nicht mit deren Tod verloren geht, sondern sich nur verändert. Geist und Seele der Verstorbenen – für die Augen unsichtbar – nimmt Angela Fournes daher in ihre Arbeit mit auf. Mit großer menschlicher Wärme bezieht sie die Hinterbliebenen in alle Prozesse des Bestattens ein und vollbringt dadurch Wunderbares: Die Angst vor dem Tod weicht und die Seele erhält Zeit und Gelegenheit, das Erlebte zu verdauen.
Erleichternd, tröstlich und sogar heiter – ein ungemein bereichernder Blick auf das Lebensende, das zugleich ein Anfang ist. (Aufgeschrieben von der Journalistin Annette Bopp)

»Ihr Buch trägt dazu bei, dass immer weniger Menschen den Tod als ein Tabu betrachten, sondern ihn in ihrer Lebens- und Gedankenwelt willkommen heißen.«
(Märker Oranienburg, 10. November 2018)

 

Datum: Donnerstag 04. April 2019
Uhrzeit:
19.30 bis ca. 21.00 Uhr
Ort:
“WerkHalle” – Ausstellungs- und Kreativort, Waldheidestraße 45, 32758 Detmold
Autorin: Angela Fournes, Berlin
Eintritt: 8,00 Euro nur im Vorverkauf

Piano: Annette Wolf, Detmold
Getränke: Eine-Welt-Laden Alavanyo, Detmold

Veranstalter, Kontakt und Vorverkauf:
Bestattungen Hanno Ramrath
Email: mail@wegezumabschied.de
Fon: 05231.30 51 51 2

Download Einladung (PDF): >> Den Tod Muss Man Leben

Mai

Tanzwege durch die Trauer –
meditativer Tanznachmittag mit Maria Beineke-Koch

Termin: 05. Mai 2019
Ort: “WerkHalle” – Ausstellungs- und Kreativort, Waldheidestraße 45, 32758 Detmold
Uhrzeit: 17:00 bis 19:00 Uhr

Beginn mit einer Tasse Kaffee oder Tee

Tanzbeitrag: 10 Euro

Ein meditativer Tanznachmittag mit Liedern, Impulsen und Tänzen, die den je eigenen Weg des Abschiednehmens und Loslassens unterstützen können.

Im Tanz finden alle Gefühle von Schmerz, Verlust, Wut aber auch Dankbarkeit und Zuversicht einen Platz und Ausdruck. Eingeladen sind alle Interessierten, die für sich Ausdrucksformen suchen, um eigene Verlusterfahrungen zu bewältigen und mit neuer Kraft ihren Weg weitergehen wollen.

Achtung: die Plätze sind begrenzt!

Anmeldung unter:
Email: mail@wegezumabschied.de
Fon: 05231.30 51 51 2

Download Einladung (PDF): >> Einladung Tanzwege

Juni | Juli

Trauertattoo – Unsere Haut als Gefühlslandschaft

Ausstellung

Katrin Hartig, die seit Jahren die Selbsthilfegruppe „Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister e.V.“ leitet, machte eine bemerkenswerte Beobachtung: Menschen lassen sich in der Trauer tätowieren, insbesondere verstärkt seit Anfang der 1990er Jahre. Sogar Menschen, die vorher Tattoos verweigernd oder gar verachtend gegenüberstanden, veränderten ihre Position zu diesem im wahrsten Sinne unter die Haut gehenden Körperschmuck. Freilich ist die Entscheidung für ein Tattoo in einer Trauersituation genau zu bedenken, denn das Tattoo ist ein Statement für immer, die Trauer aber verändert sich. Sie verändert sich und sucht nach individuellem Ausdruck, denn Trauer will manchmal Stille suchen, manchmal aber auch gesehen werden.

Persönliche Zeugnisse
Allen in der Ausstellung vorgestellten Tattoos ist gemein, dass sehr persönlichen Geschichten hinter ihnen stecken. „Ich wollte etwas, was ich immer bei mir trage“, so begründet beispielsweise Gela ihre Entscheidung für ein Tattoo nach dem plötzlichen Tod ihres Sohnes. „Es ist die nach außen getragene Verbindung zu meiner Mama“, sagt die 23jährige Jennifer im Interview zu ihrer Motivation, ein solches Körperbild dauerhaft zu tragen. Das Tattoo kann Liebeserklärung und Brücke zum Verstorbenen sein, wie für den 51jährigen Jürgen: „Unsere Trauer hat uns ja auch dahin geführt, dass sich unsere Meinung über Tattoos komplett geändert hat“, sagt der um seine Tochter trauernde Vater.

Text: www.bestatter.de
Ausstellung: Katrin Hartig und Stefanie Oeft-Geffarth

Eröffnung der Ausstellung : Sonntag, 30. Juni 2019 | 11.30 bis ca. 13.00 Uhr

Termine:
Samstag, 6. Juli bis Sonntag, 7. Juli 2019 | 14.00 bis 18.00 Uhr
Samstag, 13. Juli bis Sonntag, 14. Juli 2019 | 14.00 bis 18.00 Uhr
Samstag, 20. Juli bis Sonntag, 21. Juli 2019 | 14.00 bis 18.00 Uhr

Termine für Gruppen unterhalb der Woche auf Anfrage möglich.

Ort: “WerkHalle” – Ausstellungs- und Kreativort, Waldheidestraße 45, 32758 Detmold

Veranstalter und Kontakt:
Bestattungen Hanno Ramrath
Email: mail@wegezumabschied.de
Fon: 05231.30 51 51 2

Hinweise

Messe “LEBEN UND TOD”

in Bremen

Thema: “Auch am Ende…LEBEN!”
Miteinander – das ist der Leitgedanke, der sich wie ein roter Faden durch alle drei Bereiche der LEBEN UND TOD zieht. Das Forum mit den offenen Vorträgen, die Messe und der Fachkongress bieten eine vielfältige, umfangreiche und informative Plattform zu Fragen des Lebens, des Sterbens und des Abschieds.
Wie drei Säulen stehen die drei Bereiche nie für sich allein, sondern laden ein zum Dialog sowohl zwischen Fachleuten und Privatbesucher*innen als auch zwischen den einzelnen Professionen. Denn nur so kann er gelingen: Der einzigartige und spannende Blick über den Tellerrand.

 

Offene Vorträge für jedermann
Interessierte Privatbesucher*innen können sich die offenen Vorträge anhören, die zu ganz unterschiedlichen Themen angeboten werden. Neben praktischen Informationen zu Vorsorge, Pflege, Demenz, Patientenverfügung oder Bestattungsmöglichkeiten finden sich auch Vorträge zu Spiritualität, Trauer oder dem Abschiednehmen.
An den Ständen der rund 140 Aussteller*innen erhalten sie zudem weitere Informationen und finden die richtigen Ansprechpartner*innen für ihre Fragen. Auch prominente Redner*innen wie Pater Anselm Grün, Dr. Margot Käßmann, Dr. Eckart von Hirschhausen oder Franz Müntefering waren bereits in Bremen, um über ihre Erfahrungen mit Tod und Trauer zu sprechen.

Messe
Die begleitende Messe mit ihren rund 140 Aussteller*innen ist ebenso vielfältig wie das Vortragsprogramm. Die Atmosphäre der Messe beschreiben die Besucher*innen als dem Leben zugewandt, freundlich, hell, vielfältig und informativ.
Ein umfangreiches Beratungsangebot über Pflegemöglichkeiten, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Demenz, Organspende, Hospizarbeit, Abschiednehmen, Bestattungsmöglichkeiten, Trauerbegleitung finden sich ebenso wie Produkte aus Literatur, Musik, Trauerschmuck, Trauerkarten, Urnen, Särge, Friedhof usw.

Fachkongress
Der Fachkongress findet an beiden Tagen der LEBEN UND TOD statt. Hier treffen sich Haupt- und Ehrenamtliche, Pflegekräfte, Koordinator*innen, Theolog*innen, Seelsorger*innen, Bestatter*innen und Trauerbegleiter*innen, um sich professionenübergreifend auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.
Hochkarätige Referent*innen, spannende Vorträge, praxisnahe Workshops und die begleitende Messe machen den Fachkongress der LEBEN UND TOD zu einem wichtigen Termin im Jahr.

Termine:
Freitag, 10. Mai 2019 – 9.00 bis 18.00 Uhr und
Samstag, 11. Mai 2019 – 9.00 bis 16.30 Uhr
Ort: MESSE BREMEN & ÖVB-Arena, Findorffstraße 101, 28215 Bremen
Eintritt: (beinhaltet die Messe und alle offenen Vorträge) Tageskarte 8,- Euro / Ermäßigung 6,- Euro / Schüler*innenticket 4,- Euro

Weitere Informationen über: www.leben-und-tod.de oder
wegezumabschied – 05231.30 51 51 2

Gedenkfeier mit anschließenden Urnenbeisetzungen (Ordnungsamtsbestattungen)

 

In Detmold sterben jährlich ca. 40-50 Menschen, die keine Angehörigen haben oder die es ablehnen, sich um die Bestattung zu kümmern. In solchen Fällen muss das Ordnungsamt für eine kostengünstige, meist anonyme Bestattung sorgen. Am Ende des Lebens bleibt somit eine einsame Bestattung der Urne ohne Trauerfeier. Diese Menschen sind unauffindbar für Freunde oder Nachbarn, denen sie am Herzen gelegen haben.

Wir, die Detmolder Ökumenische Initiative zu Ordnungsamtsbestattungen
haben uns zum Ziel gesetzt, diese Namenlosen vor dem Vergessen zu bewahren, am Ende des Lebens ihrer zu gedenken und sie zur letzten Ruhestätte zu begleiten. Weiterhin wollen wir die Öffentlichkeit in Detmold für das Thema „Ordnungsamtsbestattungen“ und den würdevollen Umgang mit den Verstorbenen sensibilisieren.

Die Gedenkfeiern mit anschließenden Urnenbestattungen erfolgen alle 4 Monate. Eine Traueranzeige in der Lippischen Landeszeitung wird auf die Termine hinweisen.

Nächste Termine der Gedenkfeier 2019:

Donnerstag, 07. März 2019
Donnerstag, 13. Juni 2019

jeweils um 14.30 Uhr

Ort: Kapelle auf dem Waldfriedhof Kupferberg, Plantagenweg in Detmold / Heidenoldendorf.

Anschließendes Kaffeetrinken im Institut St. Bonifatius auf dem Kupferberg.

Bisherige Veranstaltungen | seit 2008

(AUSWAHL)

„ und er hieß den Tod willkommen und ging mit ihm.”
– Internationale Märchen vom Sterben, Tod und Weiterleben

Mitten in der Passionszeit nimmt die Märchenerzählerin Simone Warken ihre Zuhörer*innen mit auf eine Reise in ein nicht ganz einfaches Thema. Sterben, Tod, Trauer und Weiterleben: in aller Welt werden Menschen mit diesem Thema konfrontiert und überall gehen sie unterschiedlich damit um. In Märchen spiegelt sich diese Umgangsweise und macht Mut, sich auch selbst immer wieder damit auseinanderzusetzen. Harfenmusik, Informationsstände, Wein und die angenehme Atmosphäre der “WerkHalle” des Bestattungsinstituts wegezumabschied unterstreichen das.

„Das Bestattungsmobil ist unterwegs“
Austausch über das Berufsbild eines Bestatters und die Frage: „Was passiert nach dem Tod?“ mit dem Berufkolleg Lüttfeld, Lemgo.

„Vom Baumgrab“ und „Wie die Asche in den Weltraum kommt“
Moderne Formen der Bestattung – Impulsreferat mit anschließendem Gespräch beim ÖKAH (Ökumenische Krankenhaus- und Altenheimhilfe), Detmold.

„Die letzte Reise“ – Vom Umgang mit unseren Toten
Gespräch und Erfahrungsaustausch mit Gruppen des Diakonischen / Freiwilliges Soziales Jahres, Detmold.

„Die Farben des Todes. –
Facetten der Vergänglichkeit in verschiedenen Kulturen“.

Eine Ausstellung mit Exponaten, Fotos und floralen Objekten sowie thematischen Begleitveranstaltungen.
Zur Frage nach den eigenen Wurzeln gehört auch das Nachdenken über unsere Vergänglichkeit. Das Projekt ermöglichte einen interessanten Blick über den Tellerrand. Die Bestattungskulturen u.a. in den Ländern der Partnerkirchen der Lippischen Landeskirche schärften den Blick für den eigenen Umgang mit Bestattung und Trauer.

Dies war eine Kooperationsveranstaltung mit dem Ökumene- und Bildungsreferat der Lippischen Landeskirche, der Ev.-ref. Kirchengemeinde Detmold Ost und Margita Poole, zauber des augenblicks.

Die Begleitveranstaltungen waren:

Eröffnung der Ausstellung „Die Farben des Todes“.
Ein Kurzreferat mit inhaltlichen Impulsen zu den Themen Vergänglichkeit, Bestattungskultur und Trauer führte an diesem Abend in die Ausstellung.

„Turne bis zur Urne“
Ein humorvoll-interaktives Theaterstück im Rahmen der Ausstellung vom Theater InteraktiWo aus Bremen. Außerdem gab es zum Thema einen Büchertisch von der Buchhandlung Abraxas.

„Ex und hopp?“ – Über den Wandel in der Trauer- und Bestattungskultur – Marktplatzgespräche
In der Podiumsdiskussion beleuchteten wir neue Entwicklungen in der Trauer- und Bestattungskultur. Mit Gästen aus diesem Bereich sowie aus dem Hospiz. Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Gitarrenduo „Bezaubernde Saiten“

Der „Garten der Frauen“ in Hamburg-Ohlsdorf – Tagesfahrt mit Führung.
Der Verein „Garten der Frauen“ sorgt für den Erhalt historischer Grabmäler und ermöglicht auch interessierten Frauen, die ihre letzte Ruhestätte gern inmitten von berühmten Frauen haben möchten, dort Gräber zu erwerben. Ein spannendes Projekt und eine gelungene Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Museum für Klosterkultur in Dalheim
– Tagesfahrt mit Führung.

Himmel, Hölle, Fegefeuer? – Der Weg zur Ewigkeit ist lang und oft beschwerlich. Mittelalter und Barock kennen regelrechte Anleitungen dafür, der ewigen Verdammnis zu entrinnen, in den Himmel zu gelangen und das eigene Seelenheil zu retten. Was das für die Menschen in den vergangenen sieben Jahrhunderten bedeutete und wie sie hofften, in den Himmel zu kommen, zeigte die Sonderausstellung „Gut vorbereitet? Die Kunst des rechten Sterbens“ im LWL – Landesmuseum für Klosterkultur.